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24.04.2010

Loischkopf (1.798 m)

Bürserberg/Tschengla (1.220 m) - Burtschaalpe (1.448 m) - Klamperaalpe (1.634 m) - Loischkopf - retour über Schipiste
Gehzeit: 3 1/2 Stunden


Erste Bergtour im Jahr 2010 - zum Einstieg eine von Elke perfekt gewählte gemütliche Tour auf den Loischkopf im Brandnertal. Bei sonnigem, aber sehr diesigem Wetter (gegen Tour-Halbzeit kamen dann nioch Quellwolken hinzu) ging es zuerst einen Forstweg hinauf, an dessen Rändern Elke ihrem zweiten Hobby frönen konnte: Die bekennende "Kräuterhexe" sammelte Huflattich in rauhen Mengen ...

Erst ab knapp 1.600 Meter sind wir (südseitig) auf Schneemengen gestoßen, die den Namen Schnee auch verdienten. An einzelnen Stellen sind wir dann aber doch noch knietief im Schnee versunken. Nach einer kurzen Gipfelrast (genau zu diesem Zeitpunkt waren leider am meisten Wolken am Himmel) gingen wir auf der "Rückseite" des Loischkopfs wieder zum Ausgangspunkt zurück. "Gehen" ist dafür aber nur teilweise die richtige Bezeichnung - auf den teilweise durchaus steilen Pisten-Abschnitten ging es beinahe wie auf Schi bergab ...

29.10.2009

Schlern-Überquerung

Seis - Seiser Alm-Bahn - Compatsch (1.860 m) - Proßlinger Schwaige (1.740 m) - Touristensteig - Schlernhaus (2.450 m) - Petz (2.563 m) - Schlernhaus - Sesselschwaige (1.940 m) - Prügelweg - Teufelsschlucht - Tuffalm (1.274 m) - Völser Weiher (1.056 m) - Vigiler Hof (900 m)
Gehzeit: 6 1/4 Stunden


Nachdem wir bei unseren ersten beiden Touren südlich und nördlich des Schlern unterwegs waren, wollten wir bei unserer dritten und letzten Tour auf das südtiroler Wahrzeichen hinauf. Den ersten Teil des Wegs haben wir uns erspart, mit der Seiser Alm-Bahn fuhren wir hinauf bis Compatsch auf der Seiser Alm - die erste und einzige große Enttäuschung. Compatsch ist sehr touristisch erschlossen, überall sind noch Bagger am Werk, um alles für den Start der Wintersaison doch vielleicht noch fertig zu bekommen.

Compatsch hinter uns lassend führt der Weg malerisch über die Hochwiesen der Seiser Alm, nach der Querung des Schlernbachs unten bei der Proßlinger Schwaige geht es den Touristensteig ca. 700 Höhenmeter hinauf auf das Schlernplateau. Der Name "Touristensteig" rührt von der Tatsache, dass der Weg vor der Jahrhundertwende von der Touristischen Sektion des Deutschen Alpenvereins angelegt wurde. Ende Oktober war der meist im Schatten liegende Weg allerdings großteils mit Schnee und Eis bedeckt, was zwar für den Aufstieg kein Problem darstellte, die Option "Abstieg auf dem gleichen Weg" aus dem Programm strich. Auf dem Plateau führt der Weg am riesigen Schlernhaus vorbei auf den Petz, den höchsten Punkt des Schlern. Der Gipfelrundblick bietet ein herrliches Panorama mit den Cir-Spitzen, dem Plattkofel und dem Rosengarten.



Der Abstieg führt auf der anderen Seite des Schlern sehr steil hinunter zur Sesselschwaige - auf der anderen Seite des Tals liegt die Bärenfalle, wo wir noch zwei Tage zuvor gewesen waren. Von der Sesselschwaige geht es dem Prügelweg entlang durch die Teufelsschlucht (inklusive böse schimpfender Gams), an deren unterem Ende der Zirbenweg (von der Bärenfalle herunter) einmündet. Den Weg rechts verlassend führt die Route am Schlern entlang oberhalb der Hofer-Alp über die Tuffalm zum Völser Weiher hinunter, von wo man entweder direkt zur Hauptstraße abbiegen kann oder dem Weg in Richtung Seis weiter bis zum Vigiler Hof folgen kann. Von dort geht es dann mit dem Bus wieder zurück nach Seis.

28.10.2009

Pitschberg/Monte Pic (2.363 m)

St. Jakob (1.505 m) - Kirchwald - Seurasass (2.149 m) - Crujeta (2.149 m) - Pitschberg/Monte Pic (2.363 m) - Cucasattel (2.154 m) - Seceda - St. Jakob
Gehzeit: 5 1/4 Stunden


Nachdem wir am Vortag auf der Südseite des Schlern unterwegs waren, haben wir heute eine Tour an seiner Nordseite, im Grödnertal, unternommen. Die Anfahrt dauert wiederum ca. eine halbe Stunde. Vom Somont in St. Jakob (oberhalb von St. Ulrich) geht es über einen steilen Forstweg bergan. Wir haben dort dann unseren ersten "Navigations-Fehler" auf unbekanntem Terrain begangen und sind ca. 2 Kilometer zu früh nach links in den Kirchwald abgebogen. Mit unzureichendem Kartenmaterial ausgestattet mussten wir uns über Waldwege nach oben kämpfen und konnten dank einer Umkehraktion verhindern, dass wir westlich um den Pitschberg herumgingen.

Diese Wegmarkierungen haben wir lange nicht gesehen ;-(

Zurück auf dem Forstweg ging es weiterhin sehr steil zur kleinen Alm Seurasass, die zwar Ende Oktober nicht mehr bewirtschaftet ist, aber dennoch einen prächigen Ausblick auf die Sella-Gruppe bzw. Lang- und Plattkofel bietet. Einen kurzen steilen Anstieg geht es weiter auf die Crujeta, wo ein handgeschnitzter Christus über das Grödnertal wacht. Weiter geht es dann (nicht minder steil) auf den Pitschberg. Der Weg führt einem Grat entlang zum Gipfel, uns wehte dort ein eiskalter Westwind um die Ohren. Das Panorama auf dem Gipfel entschädigt aber für die Mühen und die Kälte.

Gipfelpanorama am Pitschberg: von links nach rechts: Sass Rigais, Piz Dulada, Cir, Sella-Gruppe, Langkofel, Plattkofel, Schlern


Auf dem Weg hinunter zum Cucasattel bemerkten wir, dass wir eine der beiden Kameras auf dem Pitschberg vergessen hatten. Also wieder zurück auf den Gipfel, 20 Minuten Bergsprint brachte uns die Aktion ein. Der weitere Weg führt großteils auf einem Forstweg (am Anfang durch das Schigebiet von St. Ulrich) wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dieser Rückweg geht großteils leicht bergab, zieht sich dennoch ziemlich in die Länge. Unterwegs stellten wir dann fest, dass uns unsere Pfadfinder-Übung am Beginn der Wanderung offensichtlich doch nicht so viel zusätzliche Gehzeit eingebracht hatte wie anfangs befürchtet.


27.10.2009

Bärenfalle (2.070 m)

Weißlahnbad/St. Zyprian (1.175 m) - Bärenfalle (2.070 m) - Sesselschwaige - Prügelweg/Teufelsschlucht (1.490 m) - Tschafornhütte (1.733 m) - Weißlahnbad
Gehzeit: 4 3/4 Stunden


Von Seis am Schlern ist eine kurze Anfahrt mit dem Auto über Tiers nach St. Zyprian nötig (30 Minuten). Vom Parkplatz Weißlahnbad geht es über einen schmalen, ausgezeichnet gepflegten Wanderweg südseitig zwischen Mittagskofl und Tschafatsch hinauf zur Bärenfalle - 1 3/4 Stunden steiler Anstieg zuerst durch Lärchen- und Kiefernwälder, später über Felsen. Ganz unten gibt es erste Blicke auf die sagenumwobene Rosengartengruppe, die erst weiter oben wieder sichtbar wird - dann aber in ihrer ganzen Pracht und Mächtigkeit.

König Laurin ist der sagenhafte Zwergenkönig des Rosengartens, der im Kampf Dietrich von Bern unterliegt. Nach der volkstümlichen Überlieferung lag im „Gartl“, einer Einbuchtung im Gestein, der wunderschöne Rosengarten des Zwergenkönigs. Als der König an der Etsch seine schöne Tochter Similde vermählen wollte, wurden alle Adeligen der Umgebung zu einer Maifahrt eingeladen, nur König Laurin nicht. Dieser beschloss daraufhin, mit Hilfe seiner Tarnkappe als unsichtbarer Gast teilzunehmen. Als er Similde sah, verliebte er sich sofort in sie, setzte sie auf sein Pferd und sprang mit ihr davon. Sofort zogen die Recken aus, geführt von Dietrich von Bern und seinem Waffenmeister Hildebrand, um Similde zurückzuholen und standen kurz darauf vor dem Rosengarten.

König Laurin band sich einen Wundergürtel um, der ihm die Kraft von zwölf Männern verlieh, und stellte sich dem Kampf. Als er sah, dass er trotz allem verlor, zog er sich die Tarnkappe über und sprang, unsichtbar wie er nun zu sein glaubte, im Rosengarten hin und her. Die Ritter aber erkannten an den Bewegungen der Rosen, wo der Zwergenkönig sich verbarg. Sie packten ihn, zerstörten den Zaubergürtel und führten ihn in Gefangenschaft. Laurin aber drehte sich um und belegte den Rosengarten, der ihn verraten hatte, mit einem Fluch: Weder bei Tag noch bei Nacht sollte ihn jemals mehr ein Menschenauge sehen. Laurin hat aber die Dämmerung vergessen, und so kommt es, dass der Rosengarten beim Sonnenauf- und -untergang blüht.


Nach einem kurzen Abstieg in Richtung Sesselschwaige sind wir auf den nicht gekennzeichneten Zirbenweg abgebogen, der stellenweise praktisch komplett weggespült ist. In der Teufelsschlucht treffen dann beide Wege wieder aufeinander. Nach einigen hundert Metern zweigt der Weg links zur Tschafornhütte ab - verbunden mit einem kleinen Anstieg von gut 200 Höhenmetern. Von der Tschafornhütte geht es wieder mit prächtigen Panoramablicken auf den Rosengarten zurück zum Ausgangspunkt.


04.10.2009

Tschaggunser Mittagsspitze

Sebi hatte einen Erholungstag eingeschoben - darum war Elke an einem goldenen Herbsttag alleine unterwegs ...

06.09.2009

30.08.2009

Panüeler Kopf (2.859 m)

Nenzinger Himmel (1.370 m) - Hirschsee - Spusagang - Oberzalimscharte (2.237 m) - Straußsteig - Panüeler Kopf (2.859 m) - Brandner Gletscher - Liechtensteinerweg - Kleine Furka (Salarueljoch) - Nenzinger Himmel
Gehzeit: 7 Stunden


Panüeler Kopf auf einer größeren Karte anzeigen

Eine Woche nach der Tour auf den Zitterklapfen wagten wir uns wiederum mit unserem Nachbarn Dieter an eine größere Tour. Das Ziel war dieses Mal der Panüeler Kopf, ein Berg der uns bei unserer Tour auf den Naafkopf Mitte Juli aufgefallen war. Nach einem Wetterumschwung am Samstag, der eine deutliche Abkühlung gebracht hatte, hatte es rechtzeitig aufgeklart. Sonnenschein total, kühle Temperaturen (in der Früh sogar sehr kalt, unterhalb des Gipfels sind wir dann sogar auf Eiszapfen gestoßen) - kurz gesagt: perfektes Bergwetter. Die Tour selbst ist technisch nicht so anspruchsvoll, dafür aber konditionell herausfordernd (1.500 Höhenmeter Anstieg am Stück) und stellt gewissen Ansprüche an die Schwindelfreiheit.

Im Anstieg zum Hirschsee drückten Elke und Dieter kräftig auf's Tempo (30 Minuten statt der angeschriebenen Stunde), ab dort ging es dann in steilen Kehren zuerst über Geröllfelder und später über einen schmalen Weg den Spusagang hinauf. An der Oberzalimscharte wendeten wir uns nach rechts, über die erste von zwei Leitern bis zum Panüeler-Gipfel erfolgte der Einstieg in den Straußsteig. Bis zum Gipfel folgten einige ausgesetzte Stellen, einige aktivierte versteckte Sauerstoff-Vorräte und viel Geröll. Nachdem die zweite Leiter (Einstieg erfolgt seitlich aus der Wand heraus, ist nicht jedermanns Sache) passiert war, ging es gemütlich über eine riesige Geröllhalde auf den Gipfel - im Rücken Mannheimer Hütte, Schesaplana und Brandner Gletscher. Nach einer kurzen Gipfelrast (dank frischem Westwind) gingen wir in Richtung Liechtensteinerweg weiter - allerdings nicht den geplanten Weg zurück bis zur Mannheimer Hütte und über den Gletscher zum Weg, sondern querfeldein. Wir hatten es unserem Orientierungsvermögen zu verdanken (manche nennen es auch Glück), dass wir den Liechtensteinerweg am optimalen Punkt trafen - weiter links hätten wir Höhenmeter verschenkt, weiter rechts wären wir vor einer steil abfallenden Felswand gestanden. Die Querung bis zur Kleinen Furka ist ziemlich ausgesetzt - Schwindelfreiheit ist von großem Vorteil. Der Weg am Hirschsee vorbei zurück zum Nenzinger Himmel ist dann landschaftlich wunderschön gelegen, zieht sich allerdings ein bisschen.

23.08.2009

Zitterklapfen (2.403 m)

Bergkristall-Hütte (1.215 m) - Dürrenbachtal - Annalperaualpe (1.364 m) - Zitterklapfen (2.403 m) - retour
Gehzeit: 5 1/2 Stunden

Der Zitterklapfen ist ein markanter, 2 km langer Gipfelgrat in der Nordhälfte des Lechquellengebirges. Der Name stammt angeblich vom Schwanken der dürren Wetterbäume, Klapfen heißt Felskopf. Böse Zungen behaupten, der Name rührt eher von den zitternden Knien der Wanderer her. Der Zitterklapfen wird jedenfalls oft als der schwierigste Berg des Bregenzerwaldes bezeichnet. Wir haben uns zusammen mit Dieter, unserem Nachbarn, an die Besteigung gewagt.

05:15 Tagwache, 06:00 Abfahrt, am Ziel etwas unter 10 Grad - nicht unbedingt die Rahmenbedingungen, um von Anfang an locker loszulaufen. So haben wir uns die ersten Höhenmeter erspart und sind bis zur Bergkristall-Hütte mit dem Auto gefahren - die öde Forstraßen-Wanderei wollten wir uns ersparen ...

Danach ging es gemütlich das Dürrenbachtal nach hinten, ehe der Weg doch recht kräftig bis zum unteren Steig anstieg. Dieser hielt die ersten kleineren Klettereien für uns bereit - perfekt zum aufwärmen. Danach führt der Weg mühselig unter dem Zitterklapfenmassiv über ein tiefes Geröllfeld steil nach oben - bis zum Einstieg in den oberen Steig. Dieser durchgehend drahtseilversicherte Klettersteig ist (zumindest für unsere Fähigkeiten) so ziemlich das äußerste, was noch bewältigt werden kann. Mehr geht jedenfalls nur mit besserer Ausrüstung und sicher nicht ohne Seil. Fehltritte hätten mit großer Wahrscheinlichkeit fatale Folgen gehabt ...

Auf dem Gipfelgrat angekommen geht der Aufstieg zum Gipfel dem Gipfelgrat entlang - technisch nicht mehr so schwierig, dafür aber mit einigen ausgesetzten Stellen. Wer nicht schwindelfrei ist, hat da kräftig zu kämpfen. Am Gipfelkreuz sitzend machten wir ausgiebig Rast, die am Ausgangspunkt angegebenen 4 Stunden Gehzeit hatten wir mit 2 3/4 Stunden doch deutlich unterboten. Die Fernsicht am Zitterklapfen ist einzigartig und erstreckt sich über weite Teile Vorarlberges. An Schönwettertagen können die Gipfelstürmer den Misthaufen, die Rote Wand, die Braunarlspitze, Bregenzerwald und Allgäuer Alpen bewundern. Zurück ging es dann auf dem gleichen Weg - die Kletterpassagen gingen überraschenderweise bergab leichter von der Hand.

360-Grad Gipfelpanorama auf wikipedia (Achtung: 33 MB, lässt sich in den meisten Browsern nicht öffnen -> rechte Maustaste, "Ziel speichern unter")

Fotos:



Gipfelvideo von "Vorarlberg von oben":


15.08.2009

Karhorn (2.416 m)

Bergstation Steffisalp-Express (1.884 m) - Wartherhornsattel (1.993 m) - Warther Horn (2.265 m) - Karhorn (2.416 m) - Auenfeld - Körbersee (1.675 m) - Hochkrumbach (1.670 m)
Gehzeit: 4 1/2 Stunden


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Unten im Tal war's extrem heiß (über 30 Grad), in den Bergen aber u.a. dank eines feines Westwindes angenehm kühl. Dennoch begannen wir unseren Aufstieg in Richtung Karhorn mit dem Steffisalp-Express und ersparten uns so den wenig spannenden Anmarsch auf einem Forstweg unterhalb des Lifts. Von der Bergstation ging es gemütlich gut 100 Höhenmeter hinauf zum Wartherhornsattel, von dem wir zuerst links zum Warther Horn abzweigten. Nach einer ganz kurzen Rast gingen wir wieder zurück zum Sattel, verzichteten dann aber auf dem Klettersteig zum Gipfel des Karhorns sondern querten unterhalb in Richtung Lech zum "Normal-Anstieg", der allerdings immer noch recht anspruchsvoll und nichts für ungeübte Geher ist. Zurück vom Gipfel, der leider nur wenigen Bergsteigern Platz für eine Rast lässt, entschieden wir uns, nicht den gleichen Weg zurück zu gehen, sondern wanderten weiter über das Auenfeld zum wunderschön gelegenen Körbersee. Dort machten wir dann länger Rast, genossen den Ausblick auf den beeindruckenden Widderstein und ließen unsere Füße im kühlen Nass baumeln. Mehr oder weniger eben führte uns unser Weg dann weiter nach Hochkrumbach und von dort aus mit dem Linienbus zurück nach Warth.

01.08.2009

Hoher Ifen (2.230 m)

Parkplatz Ifen-Lift - Alpe Melköde (1.346 m) - Schwarzwasser-Hütte (1.657 m) - Ifersguntenalpe - Hoher Ifen (2.230 m) - Hahnenköpfle (2.085 m) - Gottesacker - Wäldele
Gehzeit: 6 1/2 Stunden


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Am 1. August "bezwangen" wir zusammen mit Familie Amann den Hohen Ifen im Kleinwalsertal. Leider waren wir an einem Samstag unterwegs - das Gipfelplateau war völlig überlaufen, viele mit der Seilbahn bis knapp unter den Gipfel transportierte "Turnschuh-Träger" bevölkerten den Gipfel und wunderten sich über die von unten zu ihnen stoßenden, schwitzenden und schnaufenden Wanderer.

Doch alles der Reihe nach ... Der Aufstieg über Melköde und Schwarzwasser-Hütte gestaltete sich vorerst recht gemächlich, erst nach der Ifersguntenalpe wurde das Gelände alpin und anspruchsvoller. Trotz guter Seilsicherung empfiehlt sich dieser Weg bei zu viel Nässe definitiv nicht. Zum Glück schützte uns eine dünne Wolkendecke vor zu viel Sonne beim anstrengenden Aufstieg. Richtig schweißtreibend wurde es erst auf dem Ifen-Plateau, das sich bei unserer Aufstiegsroute bis zum Gipfel mit steilen Wiesenhängen recht mühselig präsentierte. Bei der Gipfelrast (nach gut 3 Stunden Gehzeit) verzog sich die Wolkendecke und die Sonne brannte vom Himmel. Für den Rückweg wählten wir den Umweg über den Gottesacker, der Weg dorthin zweigt nach einigen Metern auf dem Halbschuhtouristen-Trampelpfad steil über Geröll ab. Auf dem Weg zum Gottesacker-Plateau nahmen wir auf einem kleinen Umweg noch das Hahnenköpfle mit. Über den Gottesacker führt ein gehtechnisch mühseliger Weg über Karstgelände - die geniale Landschaft entschädigt dafür aber leicht. Am Ende des Plateaus führt ein verwinkelter Waldweg über das Wäldele wieder hinunter zur Straße - über den Bustransfer zur "Casa Amann" waren wir dann mehr als nur ein bisschen glücklich.

Gipfelpanorama auf wikipedia



Gipfelvideo Hoher Ifen (allerdings im Winter)

27.07.2009

Itonskopf (2.089 m)

Bartholomäberg (1.087 m) - Fritzensee - Monteneu (1.883 m) - Wannaköpfle (2.032 m) - Itonskopf (2.089 m) - Bartholomäberg
Gehzeit: 5 1/4 Stunden


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Nachdem wieder mal ein Wetterumschwung angekündigt war, sind wir am Tag nach der Tour auf das Zafernhorn gleich noch einmal losgezogen - das Ziel war dieses Mal mit dem Itonskopf ein etwas ausgesetzterer Gipfel. Nachdem wir in Bregenz noch etwas zu erledigen hatten, sind wir etwas später weggekommen - "bezahlt" haben wir diese Verspätung mit hohen Temperaturen beim Anstieg. Von Bartholomäberg aus ging es nach einem kurzen Stück Straße auf sehr netten Wiesen- und Waldwegen bis zum Fritzensee, der unseren Erwartungen, die von anderen Tourenberichten geweckt worden waren, leider nicht ganz gerecht wurde. Entschädigt wurden wir mit grandiosen Ausblicken auf Zimba und Drei Türme auf der Gegenseite (vor allem von Monteneu aus). Vor dem Itonskopf machten wir noch einen kurzen Abstecher auf die Wannaköpfle, von denen aus wir den Itonskopf erstmals zu Gesicht bekamen.

Der Anstieg zum Gipfel dauert vom Rundweg aus dann zwar nur gut 5 Minuten, ist aber etwas ausgesetzter und erfordert Trittsicherheit. Das Gipfelplateau, das maximal 10 Personen Platz bietet, kann dafür aber mit einem sensationellen Rundumblick auf Verwall, Silvretta und Arlberg punkten. Für den Rückweg wählten wir die etwas weiter östlich gelegene Route, die beim Fritzensee wieder die Aufstiegsroute kreuzt. Den ganzen Abstieg über brannte die Sonne gnadenlos vom Himmel - vom angekündigten Wetterumschwung war zum Glück (oder leider) noch gar nichts zu bemerken.

360-Grad Gipfelpanorama auf wikipedia (Achtung: 39 MB, lässt sich in den meisten Browsern nicht öffnen -> rechte Maustaste, "Ziel speichern unter")


26.07.2009

Zafernhorn (2.107 m)

Faschinajoch (1.486 m) - Zafera Furkla - Zafernhorn (2.107 m) - Bartholomäus Alpe - Faschinajoch
Gehzeit: 4 1/2 Stunden


Zusammen mit Petra, Martin und Martins Mutter Lisi unternahmen wir eine gemütliche, allerdings mit einem unglaublichen Rundblick vom Gipfel belohnte Tour. Gleich nach dem Start mussten wir im Sturzbachtobel die Reste eines Lawinenkegels vom Winter, der den Wanderweg zerstört hatte, queren - von da an ging es meist auf schmalen Wiesenwegen zügig in Richtung Gipfel. Nach einem kurzen Abstecher zum Gipfel (zusätzliche Gehzeit knapp eine Stunde) setzten wir die Umrundung des Zafernhorns fort. Vor allem beim Abstieg zur Bartholomäus Alpe machte der rutschige Untergrund eine gewisse Trittsicherheit erforderlich. Den gemütlichen Abschluss einer wunderschönen Tour machte ein Zwischenhalt im Walserhof beim alten Handballer-Freund Erich Ganner.

Routenbeschreibung auf vorarlberg.com
360-Grad Gipfelpanorama auf wikipedia (Achtung: 51 MB, lässt sich in den meisten Browsern nicht öffnen -> rechte Maustaste, "Ziel speichern unter")

23.07.2009

Maroiköpfe (2.522 m)

Alpe Rauz (1.629 m) - Kaltenberg-Hütte (2.100 m) - Maroiköpfe (2.522 m) - Albonagrat - St. Christoph - Alpe Rauz
Gehzeit: 7 1/4 Stunden


Maroiköpfe auf einer größeren Karte anzeigen

Sämtliche Wetterberichte für heute hatten Tag 2 des Föhnsturms (über 100 km/h), im Tal drückende Temperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Marke und einen von heftigen Gewittern eingeleiteten Wetterumschwung am späten Nachmittag/frühen Abend vorhergesagt. Ausnahmsweise hielt sich das Wetter einmal an das, was die Wetterfrösche prognostiziert hatten. Die 900 Höhenmeter Aufstieg (von Anfang an steil - flacherer Mittelteil unterhalb der Kaltenberg-Hütte) absolvierten wir bei recht angenehmen Temparaturen, teilweise aber recht heftigem Wind. Für die Rast am Gipfel hatten wir dann eine recht wingeschützte Mulde gefunden ehe es weiter im Sturm in Richtung St. Christoph dem Albonagrat bzw. später dem Berggeisterweg entlang ging. Der Rückweg von St. Christoph nach Rauz war dann landschaftlich vor allem Dank der vielen kleinen Seen ein Augenschmaus.

21.07.2009

Hohe Kugel mit dem Bike (1.645 m)


Der Sommer hat endlich Einzug gehalten im Ländle - trotz der recht hohen Temperaturen (gefühlt mindestens 35 Grad bei der Abfahrt) sind wir auf die Hohe Kugel gefahren. Vom Bahnhof Klaus gings über Weiler den Berg hinauf. Gleich hinter dem Steinbruch haben wir uns ein wenig verfahren (was natürlich nur an der miserablen Beschilderung lag), in Viktorsberg haben wir dann zwar unsere Orientierung aber leider nicht mehr die ursprünglich geplante Route gefunden. Teilweise knackig steil, aber dennoch sehr schön zu fahren gings dann weiter nach hinten über den Treietsattel bis zur Kugelalm. Dort haben wir die Bikes stehen gelassen und sind die letzten 5 Minuten zu Fuß auf die Hohe Kugel gelaufen. Am Gipfel durfte wir dann einem Segelflieger zuwinken, der in nur ein paar Metern Abstand ein paar Mal am Gipfelkreuz vorbeiflog.

Zurück ins Tal führte unser Weg dann über Fraxern wieder zurück nach Klaus - ausnahmsweise klappte die Beförderung mit den ÖBB perfekt. Als hätten wir es so geplant kam der Zug nur 2 Minuten nachdem wir den Bahnhof erreicht hatten.

Routenbeschreibung auf vorarlberg.com
360-Grad Gipfelpanorama auf wikipedia (Achtung: 40 MB)


14.07.2009

Naafkopf (2.570 m)

Nenzinger Himmel (1.370 m) - Pfälzer Hütte (2.108 m) - Naafkopf (2.570 m) - Liechtensteinerweg (Große Furka 2.353 m - Kleine Furka 2.246 m) - Hirschsee - Nenzinger Himmel
Gehzeit: 6 3/4 Stunden


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2. Urlaubstag - 1. Bergtour. Das Ziel: vom Nenzinger Himmel aus eine Runde über Naafkopf, Große und Kleine Furka und unterhalb des Panüeler wieder zurück zum Nenzinger Himmel.

Der 1. Schock ereilte uns am Vorabend - der Taxi-Unternehmer unserer Wahl fuhr nur um 07:00 und 09:30 ab Nenzing in den Nenzinger Himmel. Dass die spätere Fahrt zu spät sein würde war angesichts der geplanten Tourlänge leider rasch klar - also: Tagwache um 05:30. Zusammen mit dem Weckerklingeln gab es schon heftiges Donnergrollen des nahenden Gewitters über dem Bodensee (das dann anscheinend auch ziemlich heftig ausfiel). Wir haben trotzdem ein wenig gepokert und sind losgefahren. Im Nenzinger Himmel empfing uns Traumwetter, das aber leider nicht lange halten sollte. Den steilen Anstieg von der Güfel-Alpe über die Pfälzer Hütte auf den Naafkopf (gut 1.000 Höhenmeter) absolvierten wir im dichten Nebel - was aber für angenehme Temperaturen für die schweißtreibende Schinderei sorgte. Erst kurz unterhalb des Gipfels riss die Nebel-/Wolkendecke auf, vom Gipfel gab's dann einen noch etwas beeinträchtigen Ausblick. Den Rest der Tour genossen wir in prächtigstem Sonnenschein.

Der Abstieg vom Naafkopf in Richtung des Liechteinsteinerwegs führte über steiles Geröll - der Weg ist so bescheiden markiert, dass wir ihn querfeldein hinter uns brachten. Auf dem Weg ging es dann mehr oder weniger eben bis beinahe zur Großen Furka - dort erwartete uns ein kurzer aber fieser Anstieg. Der Weg führte dann auf der Schweizer Seite weiter hinter der Hornspitze herum bis zur Kleinen Furka (inkl. ebenfalls nettem Schlussanstieg) und danach unterhalb des wirklich beeindruckenden Panüeler Schrofen über eine mühsame Geröllhalde hinunter zum Hirschsee. Nach 6 3/4 Stunden Gehzeit erreichten wir ziemlich geschlaucht (aber ohne einen einzigen Regentropfen auch nur aus der Entfernung gesehen zu haben) wieder den Nenzinger Himmel. Hinter uns eine wunderschöne, durchaus anstrengende Tour mit unglaublich vielen Alpenblumen, wütend pfeifenden Murmeltieren, balzenden Schneehühnern und einem uns völlig ignorierenden Gamsbock.


05.07.2009

Sünser See + Portla Horn (2.010 m)

Heute haben wir das Wetterglück herausgefordert - und gewonnen ;-)
Trotz bescheidener Vorhersage sind wir zusammen mit Delle, Conny, Waldo und Linaus zur gemütlichen Wanderung vom Furkajoch zum Sünser See aufgebrochen - und den ganzen Tag hat es um uns herum immer wieder geregnet - wir selber sind aber komplett trocken geblieben. Dank der wechselnden Bewölkung waren die Temperaturen zum Gehen sehr angenehm.

Während Waldo und Linus den direkten Weg zum Sünser See nahmen, ist der Rest den Umweg über das Portla Horn gelaufen. Beim Sünser See angekommen, erlebten wir gerade noch mit, wie Linus seine allererste Regenbogenforelle aus dem Wasser zog - deutlich größer als die, die sein Papa gefangen hat.


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31.05.2009

Hochkünzelspitze (2.397 m)

Schandelstobel (1.110 m) - Biberacher Hütte/Schadonapass (1.846 m) - Höchkünzelspitze (2.397 m)
Gehzeit 5 1/2 Stunden
Am letzten Tag im Mai haben wir die Hochkünzelspitze in Angriff genommen. Der Wetterbericht war etwas unsicher, im Burgenland hatte es einen Tag vorher geschneit und in weiten Teilen Österreichs heftig geregnet. So war's dann auch die meiste Zeit über bewölkt und relativ frisch. So waren wir gezwungen schnell zu gehen - rein von der Temparatur her.

Der Aufstieg durch das Schandelstobel ist bereits recht knackig - auf einem Forstweg geht's steil bis zur Biberacher Hütte hinauf. Dafür haben wir dort unmittelbar neben dem Weg einen Gamsbock gesehen. Ab der Biberacher Hütte wird der Weg gehtechnisch anspruchsvoller - teilweise sind wir noch über Schneefelder gestapft. Leider zog es immer mehr zu, bereits im Anstieg zur Hochkünzelspitze gab's den ersten Graupelschauer. Die letzten Meter bis zum Gipfel waren wir komplett in den Wolken, oben gab's dann das erste Donnergrollen von einem nahen Gewitter - also nix wie runter! Den kompletten Abstieg über gab's unfreundliche Grüße von Petrus - zuerst Graupel (teilweise mit recht heftigem Wind), die untere Hälfte dann "nur" mehr Regen. So hatten wir die ganze Tour über keine Chance zum Rasten - unsere Brote haben wir dann im Auto gefuttert. Und: den ganzen Tag über war's in Bregenz sonnig ;-(


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23.05.2009

Hoher Frassen (1.979 m)

Die erste Wanderung dieses Jahr war gleich eine recht anspruchsvolle. Zusammen mit dem Team der Sparte Industrie der WKV ging es von der Talstation der Muttersbergbahn in Bludenz (681 m) über den Dobler Weg auf den Hohen Frassen. Abgesehen von den der nicht zu verachtenden Höhendifferenz machte auch das sommerliche Wetter vor allem den Schlussanstieg zur Herausforderung. Die Stärkung auf der Frassenhütte auf dem Rückweg war mehr als nur verdient. Eins sehr netter Grillabend bei Alex in Ludesch beschloss einen rundum gelungenen Tag.


Hoher Frassen auf einer größeren Karte anzeigen
















Fotos von Andi Staudacher: